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deutsche Absicherung, deutsche Zusicherung


Wenn zum gleichen Zeitpunkt die Ukrainerinnen und Ukrainer unter Einsatz ihres Lebens nicht nur ihr Land, sondern auch die Freiheit Europas verteidigen, stellt sich ihnen zwingend die Frage, warum ein reiches Land wie Deutschland dann nicht wenigstens jene Panzer zur Verfügung stellt, die bei Rheinmetall und Co. massenhaft auf der Halde stehen. "Ich verstehe das einfach nicht", so ein sichtlich konsternierter Präsident Selenskyj im Interview mit der "Zeit". "Bei uns schützen die Waffen doch Menschen und die Freiheit, anstatt in Lagerhallen zu verstauben."
https://www.blaetter.de/ausgabe/2022/juli/die-unsichtbare-mauer-der-ukraine-krieg-und-die-spaltung-europas ("Pathos und Profit, 3. Absatz)

SPD-Kanzler Scholz schickt diese alte Halde lieber an NATO-Verbündete, die dann noch älteren Schrott in die Ukraine senden, anstatt ukrainische Soldaten an moderner Artillerie, wie es teils jetzt endlich geschieht, und auch an modernen Panzern auszubilden. Vor allen Dingen aber muss die deutsche Rüstungsindustrie beauftragt werden, genügend Munition, gepanzerte Fahrzeuge und andere Rüstungsgüter für die Ukraine (und auch für uns) herzustellen. Die russischen Terrorangriffe kann man nicht mit nur 5 modernen Geschützen verhindern, es müssen insgesamt mindestens 50 geliefert werden zusammen mit der vollständigen Logistikkette! Aber der SPD-Kanzler zögert, vorgeblich weil die Bundeswehr abgesichert werden muss. Wir sollen also warten, bis der heiße Krieg bei uns aufflammt, statt der Ukraine jetzt wirksame Waffen zuzusichern. Dieses Verhalten ist höchst dumm und schändlich!
vergl.: https://www.tagesschau.de/inland/innenpolitik/bundessicherheitsrat ("Regierung veröffentlicht auf Druck …" - das ist deutsche Transparenz)


Pathos, Profit und Versprechen

Ich bin Anfang der 80er aus der SPD ausgetreten, weil die Berliner Parteibonzen genauso verfilzt waren wie die der CDU. Und das, obwohl mein Vorbild Brandt hier in Berlin und dann in Bonn regiert hat. Naja, er hatte für einen Politiker wohl noch zu viele Ideale und wollte "Demokratie wagen". Das war natürlich unerträglich, so dass er mit Hilfe des intriganten Wehner durch den arroganten Schmidt ersetzt wurde. Dem gemeinen Volk war's recht, ohne "großen Verstand braucht es ja auch immer einen Führer" (frei nach Michael Ende in "Jim Knopf …"). SPD und CDU versprachen jedes Jahr am 17. Juni mit Pathos, Berlin werde wieder die Hauptstadt, wenn es (hoffentlich am St. Nimmerleinstag) zur Wiedervereinigung kommen würde. Anfang der 90er verfielen sie dann in Amnesie - Blüm:"Lasst doch dem kleinen armen Bonn die Hauptstadt". Am schlimmsten aber lobbyierte NRW-Ministerpräsident Rau gegen Berlin, das jährlich wiederholte Versprechen für Berlin war nun vergessen. Die SPD hatte Berlin verraten. Eine Schande, dass der CDU-Politiker Schäuble durch eine emotionale Rede genügend Interessen-Politiker auf die Seite der Sachlichkeit zog, aber der Bonn-Berlin-Kompromiss sicherte dem reichen Bonn bis heute ein dickes Stück der Einigungsdividenden.


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